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Seit fast zwei Jahren bewege ich mich in einer KI-Blase, die mich täglich überrascht, manchmal auf die Palme bringt und selten langweilt. Ich probiere aus, lerne, werfe wieder weg und fange neu an. Nicht weil ich muss, sondern weil es mich wirklich interessiert. Was können diese Systeme?  Wie „denken“ sie und wo hat es seine Grenzen und halluziniert?

Und genau da wird es für mich als Psychologische Beraterin relevant.

Wer KI von innen kennt, sieht etwas, das von außen kaum sichtbar ist: Eine KI weiß, was sie weiß. Was sie nicht weiß, bemerkt sie nicht einmal. Das klingt abstrakt, hat aber in einer emotionalen Krise sehr konkrete Folgen.

Und die erkläre ich hier nachfolgend:

1966 und ein MIT – Professor, der entsetzt war

Joseph Weizenbaum war MIT-Professor und baute 1966 einen Chatbot, der einen Therapeuten nachahmte. Er nannte ihn ELIZA.

ELIZA stellte Gegenfragen und spiegelte zurück. ELIZA klang verständnisvoll, geduldig, einfühlsam – und die Menschen vertrauten ihr ihre tiefsten Geheimnisse an.

Professor Weizenbaum war entsetzt!

Er hatte ein Computerprogramm gebaut, was die Menschen wie einen Freund behandelten. Es war nur Technik, die keine Seele hat, kein Therapeut ist. Es war nur ein Code, der den Fragenden, den Chatbenutzer spiegelte.

Und trotzdem behandelten die Menschen ELIZA wie einen Freund.

Dieses Phänomen hat seither einen Namen: der Eliza-Effekt.

Er beschreibt den Moment, in dem ein Mensch einer Maschine echte Empathie zuschreibt, obwohl da keine ist!

Nicht weil die Menschen naiv sind. Sondern weil das Gehirn Muster erkennt, die sich nach Fürsorge anfühlen, und sofort darauf reagiert. So sind wir gebaut.

Was heute anders ist – und was nicht

ChatGPT, Claude, oder Gemini – Diese Sprachmodelle von heute sind unvergleichlich komplexer als ELIZA. Sie schreiben flüssig, sie reagieren kontextsensibel, sie klingen warm, geduldig und verständnisvoll.

Immer verfügbar. Nie müde. Nie genervt.

Nur: Da ist niemand!

Was KI produziert, wenn sie antwortet, nennt sich Sykophantie.

Es ist geheuchelte Sympathie. eine aufgesetzte Anteilnahme ohne echten Kern. Ein System, das zurückwirft, was man hören möchte – weil es darauf trainiert wurde

  • gefällig zu sein.
  • Nicht wahr zu sein. Nicht hilfreich im Sinne von ehrlich.
  • Sondern einfach nur angenehm.

Und der Eliza-Effekt sorgt dafür, dass man es glaubt.

Man schreibt um Mitternacht in ein Chatfenster: Mir geht es nicht gut. Und bekommt innerhalb von Sekunden: Danke, dass du das mit mir teilst. Du klingst erschöpft. Lass uns gemeinsam schauen, was gerade los ist.

Das fühlt sich gut an. Fast menschlich. Fast wie Fürsorge.

Fast.

Warum das in einer Krise gefährlich ist

Wer gerade kämpft – mit sich, mit einer Beziehung, mit dem Leben – braucht keinen Algorithmus, der zurückwirft, was man hören möchte.

KI bestätigt, KI kann beruhigen, aber sie erkennt nicht, was hinter dem Gesagten wirklich steckt. Das, was man nicht ausspricht. Das, was man selbst nicht weiß. Das, was erst in echter Stille auftaucht, wenn jemand gegenübersitzt, der wirklich zuhört und nicht nur antwortet.

Eine KI weiß, was sie weiß. Was sie nicht weiß, merkt sie nicht einmal.

Kein Bauchhirn, kein tiefes ehrliches Mitgefühl und keine Gänsehaut, wenn der Punkt getroffen ist. Keine 30 Jahre Erfahrung damit, wie sich eine Krise anfühlt. 

Keine Fähigkeit, das Ungesagte zu hören. Keine echte Stille, in der etwas aufgeht.

Wer in einer echten Herzens- oder Lebenskrise steckt und sich einem Chatbot anvertraut, bekommt Trost. Bestätigung fühlt sich eben gut an! Also wollen wir mehr davon!

Keine Frage….  Und in heutigen Zeiten, wo wirkliche Therapeuten terminlich voll sind und die, die wirklich Hilfe brauchen, mindestens 6 Monate warten müssen.

KI liefert Bestätigung – das ist ihr Job. Meiner ist ein anderer.

Ein Gespräch mit mir ist das Gegenteil von Sykophantie!

Ich sage nicht, was jemand hören möchte. Ich sage, was ich wahrnehme – mit allem, was nach über 30 Jahren Begleitung von Menschen in Krisen dazugehört. Mit Humor, wenn er passt. Mit Klarheit, wenn sie notwendig ist. Mit der Fähigkeit, hinter dem Gesagten zu hören, was wirklich los ist. Ich kann zwischen den Zeilen lesen und ich gehe eindeutig in das große Feld der verschiedenen Seelenebenen und zapfe Wissen und Informationen an, die mich eben ausmachen! Das ist die Verbindung zwischen Spirit und Psychologie!

Und das nenne ich einen SOS Call.

Kein Protokoll. Keine Diagnose. Kein Aufgabenzettel. Sondern ein echter Blick auf das, was gerade wirklich passiert – und was dahinter steckt… wenn du es zulässt.

Wer gerade kämpft und nicht mehr weiß, wofür eigentlich, findet hier den nächsten Schritt:

anjaschoenborn.de/gespraeche-mit-mir

Und ich bin da….  mit allen Sinnen und ganzem Herzen.

Bleibe neugierig!

🌹Deine  Anja Schönborn 

Nächster Schritt

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