Eine alte Sage erzählt von einem Zauberspiegel,

der die Bilder der Menschen wiedergab, so wie sie wirklich waren. Nicht wie sie selbst, ihre Freunde oder ihre Feinde sie sich dachten. Von allen Enden der Welt pilgerten die Menschen zu diesem Zauberspiegel.

Nun kam auch einmal ein Pilger von außerordentlicher Bescheidenheit, stets geneigt, sich selbst zu überschätzen. Er war sehr erstaunt, in diesem Spiegel eine Seite von sich zu erkennen, von der er bis jetzt nichts geahnt hatte.

Hier in dem Zauberspiegel sah er deutlich innerhalb der Umrisse seiner eigenen Gestalt die eines anderen Wesens. Es war so stark, so voll Selbstvertrauen, ein strahlendes Bild der Männlichkeit, ohne irgendeinen der Fehler und Minderwertigkeiten, die er sich immer selbst zugeschrieben hatte.

Je länger er dieses Bild betrachtete,

um so deutliche rtrat es hervor, bis ihm endlich klar wurde, daß dies sein anderes, sein höheres Selbst sein müsse, das Wesen,
das man den Teil der Quelle, des Göttlichen nannte.

Das Bild in dem Zauberspiegel machte einen so großen Eindruck auf den Pilger, daß er von nun an unablässig bemüht war, sich nach ihm zu richten und zu verändern. Und mit der Zeit wurde das Bild des vollkommenen Menschen, das ihm beständig vor Augen stand, zur Wirklichkeit und trat an die Stelle des schüchternen, zurückhaltenden, sich selbst unterschätzenden Menschen, der er seither gewesen war.

Nur wenige Jahre später

war mit seiner ganzen Erscheinung, seinem geistigen Zustand, seinem ganzen Wesen eine vollständige Veränderung vorgegangen. Er war wirklich der größere Mensch geworden, den ihm der Zauberspiegel entschleiert hatte; und nicht nur das, er war auch in seinem Beruf weitergekommen! Er hatte nun größere Erfolge, als er sich je hätte träumen lassen. Und er sagte, er fange jetzt erst an, die Möglichkeiten, die in ihm lägen, zu verwirklichen.

Es ist ganz außerordentlich schwierig, den Menschen Glauben an ihre eigene Größe, Vertrauen in die in ihnen ruhenden Fähigkeiten nahezubringen. Wir sind gehemmt durch den alten Gedanken der menschlichen Minderwertikgeit. Aber es ist nicht Minderwertes an uns!

Die einzige Minderwertigkeit haben wir selbst in uns hinein interpretiert.

Der Fehler ist der, daß die meisten von uns nur das Zerrbild dessen sind, was sie sein könnten. Das kommt von mangelnden Glauben an uns selbst und weil wir unsere Möglichkeiten nicht kennen. Aller Mißerfolg, alle Minderwertigkeit ist die Folge davon, daß wir von unserem wahren Selbst und unserer Verbundenheit mit allem, nichts wissen.

Der Mensch ist dazu bestimmt, Sieger zu sein und nicht Sklave. Er soll sich seines Geburtsrechtes geistiger Kraft bedienen und zu der Höhe seiner Möglichkeiten aufsteigen. Er soll nicht unter seinen Gaben bleiben, wie so viele von uns es tun. So, wie wir uns sehen, so werden wir auch sein. Wir sollten das minderwertige Bild gegen das austauschen, das wir sein könnten und möchten.

Unser geistiges Musterbild kann unser Selbst erhöhen

und dann danach streben, diesem Bild gleich zu werden. Im Zauberspiegel der eigenen Seele erkenne wir, wie wir unsere Licht- und Schattenseiten einsetzen können zum Wohle aller und für uns. Und nicht das kleine, enge, schwache Wesen, sondern der herrliche Mensch mit seinen unzähligen Gaben und Talenten.

Denke, sprich und handle wie dieser Mensch es tun sollte.

Dann werden wir im Einklang mit uns selbst sein. Dann werden wir die Erfüllung leben, die wir uns so sehr wünschen. Dann hat Deine Inkarnation den Sinn erfüllt, den Du Dir als Teil des Großen Ganzen ausgewählt hast.

Du bist ein ganz wunderbarer Mensch! Vergiß das bitte nicht und erinnere Dich!

Lass uns gemeinsam Deinen Seelenplan entdecken!

Leider kenne ich den Urheber der Geschichte nicht. Vor vielen vielen Jahren schenkte mir ein lieber Mensch diesen Text, den ich heute wieder aus alten Aufzeichnungen heraus fischte. Er/Sie darf sich bitte gerne bei mir melden, damit ich seinem geistigen Eigentum gerecht werden darf.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.