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Es ist mal wieder Zeit für einen Mutausbruch!

Nichts ist mehr so, wie wir es gewohnt sind, wir müssen uns auf Veränderungen einstellen, die wir uns in unseren kühnsten Träumen nicht hätten vorstellen können!

Corona! Ich bin ganz sicher, es wird das Unwort des Jahres 2020!

Die einen nehmen es mit Gelassenheit, stellen sich auf die Möglichkeiten ein, die wir im Moment haben.  Die anderen wehren sich und ihre Ängste zeigen sich in Abwehrhaltung, Revolution, Verschwörungstherorie, Aggression, zu oft leider auch in Resignation der Gefahr.

Ich habe den Log-Down in Portugal verbracht,

gerade noch rechtzeitig vor Grenzschließung, nämlich am 03. März 2020. An diesem Tag fuhr ich an einen wunderschönen Platz an der Algarve. Eine Woche später vernahmen wir die Schließung der spanischen Grenzen.

Zum Glück, mit Genehmigung der örtlichen Polizei und der Gemeinde, durften wir als Dauercamper deklariert, auf dem Platz bleiben. Unter strengen Abstandsregeln und Verboten, erlebte ich die Zeit als ruhig, angenehm, einschränkend….   ja, aber mit staunendem Blick auf die Meldungen im Fernsehen und der Ohnmacht der Politiker, nun doch das Richtige zu tun.

Irgendwann konnte ich es nicht mehr hören! In jedem Satz, in jeder Sprache (klar auf einem Platz mit Multikulti-Belegung), hörte man nur noch das Wort Corona! Klar, die Presse war schon immer heiß auf Sensationen. So wurde alles an Meldungen ausgeschlachtet, was nur ging.

Hier war es wichtig, den Informationsgehalt auf das Wichtigste zu reduzieren, sonst hätte ich mich mit dieser Dauerberieselung von Angst und Panik um den Verstand gebracht.

Ich war weiter in Kontakt mit Menschen, die ich auf meiner Reise durch Spaniens Küste kennen lernte. Viele waren noch dort und skurrile Maßnahmen und Umsetzungen ließen mich dankbar sein, in Portugal an diesem Platz sein zu dürfen.

Auch hier sah ich regelmäßige Kontrollen der patrouillierenden Polizei, ob per Auto, oder zu Pferd. Irgendwo standen sie immer! Alles an Geschäften war schnell geschlossen, lediglich die Lebensmittelversorgung blieb erhalten. Und die Preise schnellten hoch!

Der Stellplatz ist 300 m hinterm Strand, traumhafte Kulisse mit den typischen Algarve Felsformationen. Eigentlich war noch nicht mal ein Strandspaziergang erlaubt, was wir natürlich trotzdem getan habe. Ich hatte Glück, ich wurde nie bei meinen täglichen Spaziergängen an diesem traumhaften Strand ermahnt, oder verwiesen.

Ich stellte mir vor, wie das hier wohl unter normalen Bedingungen jetzt aussehen würde! Anstatt gähnende Leere, mit Menschen, Strandliegen und Sonnenschirmen gefüllter Strand! Was für ein Glück ich doch hatte! Traumhaft ruhig und so gut wie keine Menschen. Ich liebte es!

Ich liebe aber auch unseren deutschen Sommer und somit war klar:

“Ich möchte nach Hause!” 😊

Am 17. April war es nun soweit! Ich hatte mich entschieden, nach Hause zu fahren. Grundsätzlich war es jedem Reisenden möglich, auch über all diese Grenzen und durch die Länder Spanien, Frankreich und Luxemburg, in sein Heimatland zurück zu fahren.

Das bedurfte dennoch der guten Vorbereitung! Es waren nur bestimmte Grenzen offen, also nichts mit auf dem Weg noch einen Abstecher hier und eine Sehenswürdigkeit da! Nix! Genau vorgeschrieben war es, an welchem Grenzübergang von Portugal nach Spanien der Transit möglich war. Entsprechend von Spanien nach Frankreich, usw.

Ich bereitete mich gut vor mit Dokumenten, die über das Auswärtige Amt zu bekommen waren. Dies war notwendig von Portugal nach Spanien und ein weiteres Formular zum Vorzeigen an der französischen Grenze.

Wie würde es an der Grenze Spanien zu Frankreich sein? Was ist zu beachten? Lässt mich die Grenzpolizei ohne weiteres durchfahren?

Wie ist es dann von Frankreich zu Deutschland? Muss ich erst mal 14 Tage in einer Ecke stehen nach der Grenze und Quarantäne absolvieren? Unsicherheit bei allen, die noch da sind! Unsicherheit und ein komisches Gefühl, wie die Reise wohl verlaufen wird. Es sind immerhin etwas mehr als 2600 km!

Bei wundervollem Sonnenschein und leer gefegten Straßen und Autobahnen startete ich in Portugal gen vorgeschriebene Grenze! Alle Rasthöfe waren geschlossen, noch nicht mal Reifendruck konnte ich messen an einer Autobahnstation! Es waren sogar die Ventile entfernt worden! Oder geklaut? Wer weiß…..

Richtung spanische Grenze schlug das Wetter um……  strömender Regen, dicke Wolken am Himmel! „Das passt ja voll zu der komischen Situation!“ dachte ich so bei mir…..

Tatsächlich, an der spanischen Grenze waren verengte Straßen, Polizei, Zelte und ich wurde zum Rechts ran fahren gewunken.

Eine Dame mit FFP 3 Maske deutete mich an, das Fenster zu öffnen und ich musste ein Formular ausfüllen und unterschreiben. Im Gegenzug erhielt ich einen behördlich gestempelten Streifen Papier, auf dem die genaue Einfahrtszeit in Spanien notiert wurde und ich es als Passierschein nutzen sollte, würde ich nochmal von der Polizei angehalten werden.

Ich fragte noch, ob ich die Autobahn verlassen dürfe, um etwas einzukaufen? Dies verneinte sie vehement und wies mich an, den Transitweg nach Frankreich nicht zu verlassen!

Es regnete und regnete, wenn überhaupt, war mal ein Lkw zu sehen, den ich überholte. Privatfahrzeuge null!

Erst ab Mitte Spanien mehrten sich die Lkw`s auf der Autobahn und wenn ich links und rechts in die Städte und Dörfer schaute, sah ich nur gähnende Leere und bei möglichen Ausfahrten immer Polizei!

Auf dem ganzen Weg sah ich noch ein einziges Wohnmobil aus NL. Spuki!!!

Dann endlich…..  ab Mitte Frankreich wurde es voller und die Sonne schien wieder. Endlos lange Zeit in Grau und Regen und dem mulmigen Gefühl von Unsicherheit, lösten sich endlich auf.

Ich freute mich richtig auf Luxemburg, um dort mit moderaten Preisen voll zu tanken und mich mit  sonstigen Sachen günstig einzudecken.

An dieser Tankstelle war schon richtig Tumult! War ich gar nicht mehr gewohnt! Schön die Maske auf und einkaufen! Es gab sogar gebackene Pizzastücke! Oh mann, was hab ich mich darüber gefreut! Lecker wars!!!  😊

Und jetzt weiter noch das Stück über die deutsche Grenze!

Nochmal Spannung!

Bei bestem Wetter und dem herrlichen Grün der traumhaften Natur fuhr ich auf die Autobahn und es dauerte nicht lange, bis die Fahrbahn verengt wurde und die Polizeikontrolle auf einem Rastplatz angezeigt wurde. Eine ellenlange Schlange von Fahrzeugen, Pkw, Lkw, Busse und ich als einziges Wohnmobil, was voller Mücken von der langen Fahrt in der Front war. Maske auf, Personalausweis bereit halten und was passiert jetzt?

THW Zelte, Polizeizelt und mehrere Personen standen bereit, um alle zu kontrollieren.

Ich machte das Fenster runter und ein freundlicher Polizist rief: „Salü! Sind Sie Deutsche?“

Ich streckte ihm meinen Personalausweis entgegen und er winkte mich einfach durch! Geschafft!

Yippie! Ich war glückselig und genoss die wundervolle Strecke mit sanftem Grün der Bäume, soweit das Auge reichte.

Nun hatte ich noch 2 Std. Fahrt vor mir, bevor ich wieder zuhause war.

Es war der 20. April und links und rechts der Autobahn, was ich sehen konnte in Gewerbegebieten und Einkaufszentren, waren die Parkplätze voll! Ein wahnsinns Verkehr auf der Autobahn! Ich kam aus dem Staunen nicht mehr raus! Das war ich ja überhaupt nicht mehr gewohnt!

Kurz vor meinem Ziel ging ich noch mal einkaufen in einen Lidl.

„Was für ein Schlaraffenland!“

Volle Regale, eine riesige Auswahl an frischem Obst und Gemüse! Wahnsinn! Ich deckte mich ein mit allerlei Leckereien! Das hab ich die letzten 6 Wochen völlig anders erlebt. Ich war dankbar.

Nun stellte ich mich selbst erst mal unter Quarantäne, um wirklich alle Risiken auszuschließen. Ich wollte ja nun wirklich niemanden gefährden! Aber so separiert, wie ich die letzten Monate gelebt hatte, mit der Hand voll Menschen, mit denen ich auf Abstand zu tun hatte, konnte gar keine Infektion sein.

Ich war erstaunt, wie die Menschen schimpften, sie müssten nun all ihren Urlaub stornieren! Und was das denn alles überhaupt soll. Ich verstand die Welt nicht. Mit großen Augen staunend vernahm ich die irrsten Worte.

Habe ich was verpasst?

Was will ich mit all dem sagen?

  • Ich bin dankbar für all die Fülle, die wir hier haben.
  • Ich habe Respekt vor diesem Virus, ob er nun da ist, oder nicht.
  • Es tut mir keinen Abbruch, eine Maske zu tragen und vermehrt Desinfektionsmittel zu benutzen.
  • Unser aller Leben wird auf den Kopf gestellt und wir werden gezwungen, unser Leben zu überdenken.
  • Welche Möglichkeiten bietet das für jeden Einzelnen von uns?
  • Es ist an der Zeit, Plan B auszupacken.
  • Es gibt auch immer einen Plan C!
  • Trotz aller Beschränkungen geht es uns gut!
  • In dieser Zeit gilt es, den Wandel innen und außen neugierig zu beobachten und für sich den vielleicht längst fälligen Wandel im eigenen Leben zuzulassen.

Trotz alle dem habe ich täglich in meinen Beratungen Menschen mit den unterschiedlichsten Ängsten und Nöten zu tun, die ich voll verstehen kann!

Die am häufigsten aufkommenden Themen waren: Einsamkeit, Alleinsein, Überforderung mit all dem, was ja auch Unsicherheit bedeutet, Partnerthemen wie gemeinsame Zeit, überhaupt jemanden kennenlernen, Kurzarbeit, Existenzangst, persönliche Entwicklung.

Faszinierend fand ich die „CORONA-LOVE-Story`s“!

Menschen, die sich übers Netz kennen lernten und auch trotz aller Beschränkungen und Ausgangsverbote einen Weg fanden, sich zu treffen und sich weiter kennen zu lernen!

Aber davon erzähle ich Euch gerne in weiteren Geschichten!

Und! Es ist mal wieder Zeit für einen Mutausbruch! Was birgt es für Dich an Chancen, Deinen Träumen und Lebenszielen näher zu kommen? Wo ist Dein ganz persönliches Thema, was durch die Corona Zeit in den Vordergrund rückte? Wie kann ich Dir dabei helfen, es umzusetzen und Lösungen zu finden!

Das mache ich von Herzen gerne und freue mich, Dich zu begleiten!

Lass uns ein Gespräch führen und Deine ganz persönlichen Möglichkeiten zu erarbeiten! Manchmal sieht man den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr!

Ganz einfach! Ruf mich an! (klick)

Herzlichst

Deine Anja Schönborn

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