Wer hätte das gedacht vor einem Jahr?

Und was es mit Vielen von uns gemacht hat, dieses 2020!

Von Existenzängsten über das Gefühl von Freiheitsberaubung,

über die Einsamkeit zu Verlust- und Trennungsängsten – Trauer über den Verlust von geliebten Menschen. Da ist alles dabei!

Doch wo Verluste sind, ist auch Platz geschaffen für Neues! Das ist wie alter, voller Keller ausräumen. Wie soll noch was reinpassen, wenn wir Dinge, die uns nicht mehr dienlich sind, nicht entsorgen?

Ich nehme hier ausdrücklich den Verlust von geliebten Menschen aus!

Das ist ein Schmerz, für den es kaum die richtigen Worte gibt.

Und glaube mir, damit kenne ich mich aus.

Klar, das Ganze geschah nun nicht ganz freiwillig. Aber wie wir Menschen so sind, muss immer erst etwas was passieren, damit wir anfangen, uns zu überdenken, unser Leben anzuschauen und ggf. Entscheidungen für eine Veränderung zu treffen.

Ich weiß, dass uns das Leben trägt!

Ich weiß, wenn wir auch nichts und Niemandem vertrauen, dann vertraue doch dem Leben, weil es liegt in der Natur der Dinge, dass es uns immer wieder auf unbekanntes Terrain hebt.

Das macht Angst! Ja!

Doch hätten wir uns verändert, die richtigen Fragen an uns gestellt, oder gar den Blick über den Tellerrand gewagt, wenn uns das Leben nicht dazu zwingt?

Und wie das so ist im Leben, es gibt immer Verlierer,

aber auch Gewinner!

Solche Situationen zwingen uns zur Wandlung. Ja, nicht immer einfach.

Es gibt Menschen, die sind wie Phönix aus der Asche gewachsen! Sie haben den Zahn der Zeit erkannt, haben sich recht schnell darauf eingestellen können – waren wandlungsfähig.

Ich bin mittlerweile sicher, dass die Pandemie uns auch viel Gutes bringt.

Sei es Achtsamkeit, Bewusstheit, das Besinnen auf das Wesentliche, neue Möglichkeiten und Wege! Aber es wäre ja nicht unsere Erde, die immer zwei Pole zeigt, wie eine Batterie eben! Die funktioniert auch nur mit Plus- und Minus-Pol!

Und hier zeigt sich auch wieder mal mehr, dass Gedanken unserer Aufmerksamkeit folgen.

Wenn ich mich nur mit den nicht funktionierenden Dingen beschäftige,

dann glaube ich, die ganze Welt versinkt. Aber sei sicher, wo Schatten ist, ist auch Licht! Und es wird sich immer die Waage halten! 50/50, manchmal 48/52, dann wieder 49/51 – vergessen wir das bitte nicht!

Ja, es ist mir bewusst, dass auch viele Menschen unter uns noch im System gefangen sind und auch, wenn sie Pläne und Ideen haben, das Risiko zu versagen, scheuen.

Aber auch hier hat es sicher seinen Sinn im Sinne der „geschenkten Zeit“. Wir müssen leer werden, um zu erkunden, was wir wirklich vom Leben wollen, noch erwarten und umsetzen wollen.

Im Bewusstsein, das alles, was wir uns an Zielen und Plänen setzen,

es auch einen Preis hat, gehen wir es an mit Struktur. Mit Preis meine ich nicht Geld, sondern Zeit, Verantwortung, Verpflichtung, Verbindlichkeit –  vielleicht über ganz lange Zeit.

Es gibt so einen schönen Satz, der sagt: „Alles im Leben kostet einen Preis“

Schön ist, wenn Du in Dich hinein fragst, ob es wirklich Dein Weg ist, Dein Ding ist.

Oftmals werden uns vermeintlich wichtige Dinge suggeriert, die man nun doch machen oder beherrschen sollte.

Du solltest Dich fragen:

  • Ist es wirklich mein Weg?
  • Kann es mich wirklich zu mir selbst führen?
  • Bin ich mit dem, was ich hier kreiere, mir wirklich treu?
  • Ist es das, was ich leben möchte und auch dafür stehen möchte?

Um das heraus zu finden, braucht es manchmal den klaren Blick. Jemand, mit dem man seine Ideen und Pläne reflektieren kann.

Zumindest bringe es zu Papier!

Das ist sehr hilfreich und auch beeindruckend für unseren Verstand.

Dann lasse es mal einen Tag und/oder eine Nacht einfach liegen. Geh spazieren, neutralisiere Dich, atme tief und bewusst. Dann gehe wieder an Dein Schriftstück, lese es laut vor, höre und fühle!

Verändere, korrigiere, ergänze!

Und das mache durchaus immer wieder mit Deinem Plan. Es darf immer wieder angepasst und an die nicht beeinflussbaren Unwegbarkeiten angepasst werden. Entweder akzeptierst Du die Unwegbarkeiten so, oder Du findest einen anderen Weg, um sie zu integrieren.

Plane durchaus nicht länger

als drei Monate, hole es nach der Zeit wieder hervor und überprüfe erneut.

Checke es ab in einem Beratungsgespräch mit mir, hole Dir Ideen, hole Dir neuen Mut!

In bestimmten Lebensphasen ist es wichtig, einen Fuß vor den nächsten zu setzen. Keine großen Schritte. Aber beharrlich, an sich glaubend, für sich einstehend!

Erzähle mir von Deinen Plänen, lass uns brainstormen! Ich bin gerne für Dich da!

♥Herzlichst♥

Anja Schönborn

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