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Eine psychologische Studie,

die im Fachjournal “Southern Communication Journal“ veröffentlicht wurde, hat sich mit der Frage beschäftigt, was Liebe und Dauerhaftigkeit in einer Beziehung fördert, oder erschwert.

Die Ergebnisse sind deshalb für jeden Partnersuchenden und gleichzeitig für jeden in einer Beziehung relevant, weil die gefundenen Faktoren veränderbar sind.

Wenn von beiden Beziehungspartnern das Ziel ist,

eine dauerhafte Beziehung aufzubauen, oder zu erhalten, sind dies die Punkte, die immer wieder reflektiert werden sollten:

Beide wünschen sich eine persönliche Weiterentwicklung und sind sich im Klaren darüber, dass Veränderungen in der Persönlichkeit der Beziehungspartner neue Kompromisse, erneutes Überdenken der gemeinsamen Lebensziele mit Toleranz erfordert.

Ein harmonisches, achtsames Miteinander, selbst beobachtendes Reflektieren sind notwendig, um dann gemeinsam zu erörtern, was nun mit dem Partner und einem selbst in dieser Phase passiert. Kommunikation ist unbedingt notwendig, damit der eine den anderen versteht.

Oft gibt es Situationen, wo ein Partner selbst noch keine Worte dafür hat, was mit ihm emotional passiert. Gut ist es, dies auch so kund zu tun, damit der andere Partner es nicht persönlich nimmt,. Er/sie nicht glauben muss, dass die Zurückweisung, oder Unnahbarkeit an ihm oder ihr liegt.

Dann erlebe ich immer wieder in meinen Gesprächen mit Ratsuchenden,

dass auf den Partner mit Engelszungen eingeredet wird, um ihn/sie zu Aussagen zu zwingen, die er/sie eigentlich im Moment selbst nicht treffen kann. Doch dieses Verhalten bewirkt nur eines: der Partner, der seinen Zustand im Moment nicht erklären kann, wird in eine Ecke gedrängt, muss somit Aussagen treffen, die er nie so treffen würde, weil er den Druck nicht mehr ertragen kann, der in den Gesprächen mit der/dem Partner(in) aufgebaut wird.

Gelingt dies nicht, bleibt dem Partner, der in Veränderung und Wandlung ist, nur eines: Er gesteht sich ein, dass er die geforderten Liebesgefühle nicht erwidern kann und verlässt die Beziehung.

Meist kommen dann Aussagen wie: „Ich weiß nicht, ob meine Gefühle für eine Beziehung mit Dir ausreichen!“

Die emotionale Aufruhr in beiden Beziehungspartnern kann man sich sicher gut vorstellen.

Ich kann eine Seele unbändig lieben,

aber der Alltag, die Familie und das Drumherum, wie Beruf, Vereine, Freunde, Kinder aus vorigen Partnerschaften, Expartner und Expartnerinnen, kaufe ich sozusagen mit! Wir glauben immer, dass die Liebe alles ertragen und verändern kann, doch ich sehe es anders. Da gibt es Grenzen. Wäre es anders, würden sich so viele Paare nicht trennen.

Verliebtsein ist ein leichtes, prickelndes Hochgefühl, was zu Recht mit „Schmetterlingen im Bauch“ beschrieben wird! Liebe muss wachsen, wobei die Grundlage des gegenseitigen Vertrauens eine große Rolle spielt. Wir sollten uns im Klaren darüber sein, dass es in Beziehungen nicht nur um Liebe geht, sondern auch um Kosten-Nutzen-Rechnung!

Ja, ich höre schon die entrüsteten Ausrufe meiner Leser(innen)!

Wenn es aber nicht so wäre, gäbe es keine Rosenkriege, keine Dominanzen in Partnerschaften, keine Vorwürfe, wenn die Erwartungen des einen vom anderen nicht erfüllt werden. Und schon gar nicht wäre, wenn es nicht so läuft, wie wir es haben wollen, plötzlich die „Liebe“ weg.

Es ist unglaublich, was alles unter das Deckmäntelchen der Liebe gestellt wird. Dieses wundervolle Wort dürfte aus so manchem Mund überhaupt nicht kommen!

Nun denn, wir sind Menschen!

Und Menschen kommen auf diese Erde, wählen diese Inkarnation, um sich in der Dualität zu reflektieren, um an Reibung und Leid zu wachsen! Was ist eine bessere Plattform, als die Zweierbeziehung, die sich Partnerschaft nennt? Ich nenne es gerne das „Danone-Prinzip“: Irgendwann kriegen wir sie! 😊

Ich habe Menschen erlebt, die absolut taff sind im Beruf, haben ihr Leben im Griff, sind selbständig im Handeln und Tun. Doch in der Liebe kommen sie an ihre Grenzen! Da verfallen wir all zu leicht in den Kleinkind-Modus! Dann gibt es kein Halten mehr und wir kommen an unsere tiefsten Traumata!

Und das ist gut so!

Jetzt mal aus Sicht der geistigen Welt, der Ahnen, unserem Höheren Selbst:

Wie sollen sonst die Schattenseiten animiert werden, sich zu zeigen? Wie soll ich mir sonst zeigen können, wo meine Triggerpunkte sind und was noch tief vergraben in der Seele darauf wartet, gesehen und gehört zu werden?

Alles sonst im Leben können wir kontrollieren, die Ebene des Verstandes, der Logik, des sich an Regeln des Lebens halten zu können!

Auch können wir uns selbst tagtäglich betrügen und uns im Umgang mit uns selbst etwas vormachen. Manchmal ist es eine harte Herausforderung, sich selbst auszuhalten!

Dazu gibt es eine wundervolle Geschichte, die ich gerne erzählen möchte

Geht ein Mensch ganz bewusst in die Einsamkeit, geht in die Natur, abgeschieden von jeglichen Menschen und meditiert, ist sich seiner selbst bewusst, ist ganz harmonisch mit sich selbst, hat jeden Tag Frieden in sich.

Durch die Länge der Abgeschiedenheit stabilisiert sich der Frieden in diesem Menschen und er kann das Hier und Jetzt mit jeder Faser seines Seins erleben. Er ist sehr gelassen.

Nun kommt der Tag, an dem er beschließt, wieder zurück in die Gemeinschaft zu gehen. Er bricht auf, um zurück in sein Dorf, zurück in die Familie zu gehen. Er sieht sich als gewandelter Mensch, der stabil und in Frieden mit sich selbst ist. Er hat die Anbindung an das Universelle, an das Göttliche in sich verankert und ist guter Dinge, genau diese Erfahrung nun mit anderen zu teilen.

Kaum zurück im Dorf, spürt er die Hektik der Dorfbewohner, spürt Energien, die ihn belasten, spürt Diskrepanzen der Menschen untereinander. Er taucht in die Informationsfelder all dieser Menschen wieder ein. Nun ist die Herausforderung, sich immer wieder auf die eigene Mitte zu konzentrieren und sich nicht aus seiner Mitte herausziehen zu lassen!

Dies gelingt einige Zeit, bis er plötzlich wieder im Strudel der Informationen der anderen ist und er entgleitet!

Für mich ein ganz normales Phänomen,

weil wir die Felder der anderen wahrnehmen und es durchsiebt uns. Gemeinschaft reflektiert immer alle Parts von menschlichen Anteilen, besonders derer, die wir glauben, in Licht und Liebe erlöst zu haben. Wir vergessen gar zu schnell, dass wir in der Di-Polarität leben und nicht nur Licht und Schatten in uns selbst sind, sondern auch Anteile, die wir durchaus erlöst haben, im Außen als Gegenpol sich zeigen.

Beispiel:  Wo Licht ist, ist auch Schatten, wo Liebe ist, ist auch Hass, wo Pünktlichkeit ist, ist auch Unpünktlichkeit, wo Intelligenz ist, ist auch Dummheit, wo Verlässlichkeit ist, ist auch Unzuverlässigkeit, wo Weisheit und  Reife ist, ist auch Unreife, wo Frieden ist, muss auch Krieg sein, wo Einigkeit ist, muss auch Entzweitsein herrschen.

Und ich rede hier nicht nur von den äußerlichen, sichtbaren Polaritäten,

sondern auch von dem, was in den Menschen diese ewige Suche und Unruhe verursacht.

Und siehe da, unser Mensch, der in der Einsamkeit ruhend in sich, vielleicht sogar erleuchtet schien, ist nun in der Gemeinschaft gefordert, all den innerlichen Frieden stabil zu halten und aus der Beobachterposition seine eigenen Reaktionen auf die Geschehnisse und Verhaltensweisen in der Gemeinschaft zu bemerken, sich nicht provozieren zu lassen und in der Gelassenheit wahrzunehmen.

Geben wir also der Wahrnehmung mehr Raum in unserem Leben!

  • Seien wir achtsam mit uns selbst!
  • Wie fühlt sich das an, wenn wir in dieser oder jener Situation sind?
  • Seien wir auch in einer Partnerschaft nie missionarisch!
  • Waren wir schon einmal in einer vergleichbaren Situation, wie unser Partner? Wie haben wir uns gefühlt?
  • Wie würde ich mir wünschen, dass ich behandelt werde?
  • Manchmal ist mehr gesagt, wenn nichts gesagt wird!
  • Lassen wir gewissen Dingen RAUM und handeln weise, wenn wir etwas verändern wollen in unserer Partnerschaft!
  • Druck erzeugt Gegendruck! Welcher Anteil in uns hat Angst, etwas zu verlieren?
  • Ist es das Ego, was im Überlebensmodus steckt?       

Ich hoffe, meine Zeilen unterstützen Dich im täglichen Umgang mit Dir selbst und Deinen Lieben!

Die Situationen sind zu unterschiedlich, um auf alles pauschale Vorgehensweisen zu legen. Deshalb bin ich gerne für Dich in einem persönlichen Gespräch da, um heraus zu filtern, was Dein Traumata, Dein Thema ist und warum Du es angezogen hast!   

Ich danke Dir jetzt schon für Dein Vertrauen in mich! 

Herzlichst

Anja Schönborn                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                         

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